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Was Männer und Spinnen richtig machen – #myspringessentials Linkparty

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Mein Mann hat noch nie vor seinem Kleiderschrank gestanden und gesagt: “Ich habe nichts zum Anziehen.” Er geht auch nie in einen Laden um “mal zu gucken, was es so gibt.”

Nein.

Er hat immer ein Ziel vor Augen. Er weiß, dass er einen schlichten dunkelblauen Blouson, Markenteil, kaufen will. Er fährt in die Stadt. Kommt zurück. Und hat einen dunkelblauen Blouson dabei. Der passt. Der ist zeitlos. Der ist teuer. Steht ihm. Und den trägt er dann. Sehr lange.

Ich.

Hätte gesagt: “Ich brauche eine neue Jacke. Ich fahre in die Stadt und gucke mal was es so gibt.” Und komme wahlweise mit leeren Taschen oder einer gelben Jeans nach Hause.”

Was macht er richtig?

Er hat einen Plan. Und setzt ihn um. Klingt sehr männlich, oder? Klingt so, als könne ich etwas von ihm lernen.

Ich will auch einen Plan. Und ihn umsetzen.

So entstand das Gemeinschaftsprojekt #myspringessentials. Lena und Sindy haben schon inspirierende Posts dazu geschrieben. Heute bin ich dran. Und du auch, denn du bist herzlich eingeladen, deine Ideen und Gedanken dazu mit uns allen zu teilen. Am Ende des Posts findest du die Linkparty und wir freuen uns, wenn sich über die Kommentarfunktion eine Diskussion entwickelt. Der verlinkte Post kann auch schon älter sein. Es ist ein zeitloses Thema.

Nun also zum Plan: #myspringessentials

Ich möchte eine ausgewählte Garderobe, die zu mir und zu meinem Leben passt. Viel Selbstgenähtes, aber nicht nur. Mit Persönlichkeit. Bestehend aus so vielen Teilen wie ich für richtig erachte. Und vernetzt.

Vernetzt? Ja, genau. Es darf kein Teil für sich alleine stehen sondern muss sich in die Gesamtheit der Capsule Wardrobe einfügen. Je dichter dieses Netz gesponnen ist, je mehr Kombinationsmöglichkeiten sich finden, desto besser. Wie eine Spinne, die sorgfältig ein stabiles und dennoch flexibles Netz spinnt und dabei Endpunkte miteinander verknüpft. Ob ich gleich beim ersten Anlauf so ein tolles Spinnennetz hinbekomme? Bestimmt braucht es Übung und Erfahrung bis ich das erreiche. Aber der Gedanke beflügelt mich gerade.

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Kleid “Rianne” La Maison Victor Ausgabe 01/2015

Alleine schon über leichtere Kleidung zu sinnieren lässt mich den Frühling spüren.

Ich habe überlegt, wie ich ohne viele Worte zeigen kann wie ich mir meine Frühlingsgarderobe grob vorstelle. Pinterest sei Dank bin ich auf ein tolles Spielzeug gestoßen.  Hier kommen meine ersten Gehversuche damit.

Vielen Dank an Catrin für die Idee zur “Vernetzung der Garderobe”.

Meine Farbauswahl steht seit ein paar Wochen fest und sie bleibt erst einmal so. Bei Pinterest sieht man unter “Capsule Wardrobe” oder “Minimalist Wardrobe” viele Kollektionen aus schlichten Kleidungsstücken in hauptsächlich neutralen Farben. Das gefällt mir persönlich, wobei ich viele Kollektionen austauschbar finde. Und solche Regeln wie “Jede Frau braucht eine weiße Bluse” überlese ich.

Eine vernetzte Garderobe bedeutet nicht, dass sie unbunt sein muss. Auch bunt und üppig kann vernetzt werden. Einen Weg dorthin zu finden ist doch spannend! Es ist wie ein Rätsel, ein Puzzlespiel bei dem man etwas über sich selber lernt.

Einen genau umrissenen “Signature Look” wie Sindy ihn für sich gefunden hat kann ich für mich nicht benennen. Ich habe im vergangenen Jahr einfach mal so in einer Pinnwand Looks gesammelt, die mir gefallen. Das lässt sich grob so zusammenfassen: untenherum schmal, obenherum weiter, neutrale Farbtöne. (Die hochhackigen Schuhe bitte immer durch flache ersetzen).

Abgesehen vom Neid auf die Entschlussfreude meines Mannes gibt es noch andere Gründe warum ich eine Capsule Wardrobe ausprobieren möchte.

Je weniger ich habe, desto weniger muss ich mich darum kümmern. Es herrscht mehr Übersichtlichkeit. Kein “Aus den Augen, aus dem Sinn” mehr.

Mit meinem einjährigen Kaufverzicht in 2013 bin ich schon einen Schritt in diese Richtung gegangen. Das Projekt hat mir gezeigt, dass ich durchaus mit weniger auskommen kann und vor allem auch mit weniger Trend. Es gibt ständig neue “Must-Haves”. Ich schaue mir das gerne an, übernehme auch das ein oder andere, möchte aber nicht Modeerscheinungen hinterherhecheln. Vor allem möchte ich nicht nach 2 Monaten das Gefühl haben, dass meine Kleider nicht mehr “in” sind. Ich war noch nie besonders “in” und daran wird sich auch nichts mehr ändern.

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Unfreiwillig bin ich diesen Winter schon mit einer Art Capsule Wardrobe bestehend aus 29 Teilen ausgekommen. Hüftgold sei Dank hat eine natürliche Auslese stattgefunden. In meinem Schrank liegen noch 3 Hosen die mir passen. Eine neue Jeans, eine Leggings, eine Sweathose.

Ich behaupte mal, meinen Mitmenschen ist es nicht aufgefallen, dass ich immer wieder auf die gleichen Teile zurückgreife. Ich freue mich darauf wieder aufzustocken. Das hat aber keine Eile. Die Zeit vor dem Kleiderschrank morgens hat sich jedenfalls reduziert. Ob es nun sinnvoll ist, dass ich die gesparte Zeit in längere Bettzeit eingetauscht habe?

Übrigens: mein neues Kleid, ein #myspringessential, mag ich sehr. Ich finde immer mehr Geschmack an Kleidern. Die Frage ob Ober- und Unterteil zusammenpassen erübrigt sich. Bleibt nur noch die leidige Schuhfrage.

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Nächste Woche Mittwoch übernimmt Lena auf ihrem Blog fantantisch wieder das Staffelholz und ich bin sehr gespannt, was sich bei ihr in Sachen Capsule Wardrobe getan hat.

Sindy, Lena und ich freuen uns auf deine Ideen, Gedanken und Ziele zum Thema Capsule Wardrobe/ reduzierte Garderobe/ Kleiderschrank ausmisten und hoffen, dass du Lust auf die Linkparty und Diskussionen in den Kommentaren hast.

Was denkst du? Ist es befreiend, die Garderobe zu reduzieren oder lebt (d)eine Garderobe vielmehr von der Vielfalt?

Herzliche Grüße,

Elke


Verlinkt bei: MeMadeMittwoch

Stoff: French Terry (sweatshirtartiger Stoff, der schön fällt), linke Seite außen
Schnittmuster: Kleid “Rianne” La Maison Victor 01/2015
Genähte Größe: Oberteil 34, Rockteil 36


Wenn du das Thema noch vertiefen möchtest findest du hier ein paar Denkansätze:

Into Mind
Vivienne Files
Un-Fancy
K
lamottenkur
Coletterie

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